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Dein Bafög Ratgeber - was steht dir zu?

Bafög 2026 - wie viel darf ich dazu verdienen?

Dein Bafög Ratgeber - was steht dir zu?

Dein BAföG-Ratgeber 2026: Was steht dir eigentlich zu?

BAföG ist eines dieser Themen, mit denen man sich spätestens im Studium beschäftigen sollte. Trotzdem wissen viele gar nicht, ob sie überhaupt Anspruch darauf haben. Oft hört man, dass die Eltern zu viel verdienen, man selbst nebenbei arbeitet oder sich der ganze Aufwand sowieso nicht lohnt. Dabei kann es durchaus sein, dass einem mehrere Hundert Euro monatlich zustehen.

Ich habe euch deshalb die wichtigsten Informationen zusammengestellt und erkläre, worauf es wirklich ankommt.

Wie viel BAföG kannst du bekommen?

Aktuell können Studierende bis zu 992 Euro monatlich erhalten. In bestimmten Fällen, beispielsweise bei höheren Kranken- und Pflegeversicherungszuschlägen, sind sogar bis zu 1.088 Euro möglich.

Entscheidend ist dabei vor allem, ob du noch bei deinen Eltern wohnst, wie du krankenversichert bist und wie viel Einkommen und Vermögen dir beziehungsweise deinen Eltern angerechnet wird.

Wenn du beispielsweise 23 Jahre alt bist, alleine wohnst und noch über deine Eltern familienversichert bist, liegt dein monatlicher BAföG-Bedarf bei 855 Euro. Ob du den vollständigen Betrag bekommst, hängt allerdings von deiner persönlichen Situation ab.

Was ist, wenn deine Eltern zu viel verdienen?

Gerade hier würde ich nicht vorschnell davon ausgehen, dass du keinen Anspruch hast. Es gibt nämlich keine pauschale Einkommensgrenze, ab der grundsätzlich niemand mehr BAföG bekommt.

Bei der Berechnung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Beispielsweise, ob deine Eltern verheiratet sind, wie viele Geschwister du hast und ob diese ebenfalls finanziell unterstützt werden müssen.

Interessant ist auch, dass normalerweise das Einkommen deiner Eltern aus dem vorletzten Kalenderjahr berücksichtigt wird. Wenn ein Elternteil inzwischen arbeitslos geworden ist oder deutlich weniger verdient, kannst du einen Aktualisierungsantrag stellen.

Es lohnt sich deshalb, den Anspruch einmal konkret berechnen zu lassen.

Kannst du nebenbei arbeiten?

Ja, und das ist wahrscheinlich für viele besonders relevant. Im Jahr 2026 kannst du grundsätzlich bis zu 603 Euro monatlich im Rahmen eines Minijobs verdienen, ohne dass dein BAföG dadurch gekürzt wird.

Dabei wird dein Einkommen normalerweise über den gesamten Bewilligungszeitraum betrachtet. Wenn du in den Semesterferien mehr arbeitest und während der Vorlesungszeit weniger, muss das also nicht automatisch problematisch sein.

Bei selbstständigen Tätigkeiten gelten allerdings teilweise andere Berechnungsregeln. Wenn du beispielsweise nebenbei als Content Creator arbeitest oder ein eigenes kleines Unternehmen hast, solltest du das unbedingt berücksichtigen.

Was passiert, wenn du bereits Geld gespart hast?

Auch Ersparnisse schließen einen BAföG-Anspruch nicht automatisch aus.

Wenn du unter 30 Jahre alt bist, gilt aktuell ein Vermögensfreibetrag von 15.000 Euro. Ab 30 Jahren sind es sogar 45.000 Euro.

Dabei wird nicht nur dein Kontostand berücksichtigt. Auch Wertpapiere, bestimmte andere Vermögenswerte und gegebenenfalls ein eigenes Auto können eine Rolle spielen.

Musst du das Geld irgendwann zurückzahlen?

Beim regulären Studierenden-BAföG besteht die Förderung in der Regel zur Hälfte aus einem Zuschuss und zur Hälfte aus einem zinslosen Darlehen.

Das bedeutet, dass du 50 Prozent grundsätzlich nicht zurückzahlen musst. Die Rückzahlung des üblichen BAföG-Darlehens ist außerdem auf maximal 10.010 Euro begrenzt.

Du musst das Geld auch nicht unmittelbar nach deinem Studium zurückzahlen. Die Rückzahlung beginnt normalerweise erst fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer. Wenn du später wenig verdienst, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen eine Freistellung von der Rückzahlung beantragen.

Welche zusätzlichen Förderungen gibt es?

Was viele ebenfalls nicht wissen: Für bestimmte Studienanfänger gibt es eine einmalige Studienstarthilfe von 1.000 Euro.

Voraussetzung ist unter anderem, dass du bei Studienbeginn noch keine 25 Jahre alt bist und du beziehungsweise dein Haushalt zuvor bestimmte Sozialleistungen bezogen habt.

Diese Förderung muss nicht zurückgezahlt werden und wird auch nicht auf dein BAföG angerechnet.

Wie kannst du BAföG beantragen?

Den Antrag kannst du mittlerweile online über BAföG Digital stellen.

Ich würde euch empfehlen, das möglichst früh zu machen. BAföG wird nämlich frühestens ab dem Monat der Antragstellung gezahlt. Wenn du erst im November einen Antrag stellst, obwohl dein Studium bereits im Oktober begonnen hat, bekommst du für den Oktober normalerweise kein Geld mehr.

Fehlende Unterlagen kannst du grundsätzlich nachreichen. Wichtig ist zunächst, dass dein Antrag rechtzeitig beim zuständigen Amt eingeht.

Lohnt sich BAföG überhaupt?

Ich finde, man sollte sich zumindest einmal damit beschäftigen. Gerade wenn man studiert, nebenbei arbeitet und vielleicht noch in einer eigenen Wohnung lebt, können schon 200 oder 300 Euro zusätzliche Unterstützung im Monat einen erheblichen Unterschied machen.

Natürlich ist nicht jeder BAföG-berechtigt, und die Antragstellung kann durchaus aufwendig sein. Aber ich würde den Anspruch nicht allein deshalb ausschließen, weil meine Eltern arbeiten oder ich selbst einen Nebenjob habe.

Am Ende geht es darum, herauszufinden, welche finanzielle Unterstützung dir tatsächlich zusteht. Und dafür lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen.

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